Das Projekt Selbstversorger ?.

Wir schätzen uns wahnsinnig glücklich mitten in Hamburg einen Garten zu haben. Das ist immerhin in der Großstadt nicht selbstverständlich. Und weil eine Hälfte von uns in einem Tiroler Idyll aufgewachsen ist, in dem sowohl Oma als auch Mama immer ihr eigenes Gemüse angebaut haben, war für uns klar: wir brauchen einen Gemüsegarten. Als wir in unser Domizil zogen gab es noch keinen.

Natürlich war uns bewusst, dass wir im Hamburger Norden nicht so sonnenverwöhnt sind wie im schönen Tirol. Wir wollen aber an dieser Stelle festhalten, dass das Hamburger Schietwetter ein Gerücht ist. Vermutlich von jemanden aus Bielefeld in die Welt gesetzt. Denn das Hamburger Wetter ist besser als sein Ruf. Dennoch lautete unser erstes Projekt nach dem Einzug: Hochbeete anlegen.

Wir haben uns für ein Baukastensystem aus Kunststoff-Bausteinen entschieden. Es ist flexibel, erweiterbar und leicht aufgestellt. Aber ganz ehrlich: würden wir heute entscheiden müssen, würden wir die Holz-Variante nehmen. Warum ist hoffentlich klar. Aber jetzt steht es nun mal da und austauschen wäre tatsächlich die blödere Variante.

Nichtsdestotrotz sind wir froh die Beete zu haben und ziehen auch immer schon im Winter fleißig an. Denn wir sind „Vorzieher“ und keine Pflanzen-im-Baumarkt-Käufer. Wir achten auf alte Sorten und kultivieren diese – so gut es uns möglich ist – weiter. Wir tauschen auch gerne mal Saatgut, geben unseres weiter und holen uns welches von Freunden und der Familie wieder. Bereits im Februar beginnen wir mit den ersten Aussaaten und dem Vorziehen im Haus. Ganz oben auf der Liste natürlich immer Tomaten. Aber auch andere Gewächse, die – je nach Vorziehzeit – dann angebaut werden.

Unsere Favoriten, mit denen wir die besten Ernteerfolge erzielt haben, sind:

  • Tomaten (österr. Paradeiser)
  • Gurken
  • Kürbis
  • Stangenbohnen (österr. Fisolen)
  • Karotten
  • Zucchini
  • Äpfel (wird natürlich nicht angezogen)
  • Feigen (und auch die werden nicht angezogen)
  • unser Rosmarin, auf den wir besonders stolz sind und der die Ausmaße eines kleinen Nadelwaldes hat, weil er bereits seit ca. 10 Jahren wächst und gedeiht. Wer hätte gedacht, dass aus einfachen Markt Pflänzchen so etwas entstehen kann.
  • Liebstöckel, der uns jedes Jahr aufs neue fasziniert, weil er jedes Jahr erneut bombastische Ausmaße annimmt.
  • Minze aus allen möglichen Regionen – von England bis in die Türkei.
  • Lorbeer
  • Majoran
  • Thymian
  • Salbei
  • wilde Rauke (da – aufgrund von Schnecken – kein anderer Salat überlebt)
  • Mangold

Aber wir sind nicht nur Gemüsegärtner, sondern lieben auch unsere Blumen und Bäume. So hat beispielsweise Frank eine Leidenschaft für Rosen entwickelt. Er hat gerade nochmals durch gezählt. Stand heute sind es 21 Stück. Mehr dazu aber in einem neuen Beitrag. Das würde hier den Rahmen sprengen ?

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